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„Wie ersetzen wir Harry, halt, Kes?“
Recap bis / Desassimilierung ab 19:33

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The Gift @ Memory Alpha

Kommentare

  1. Hi Marta und Kuba!

    Zuerst möchte ich meine Betroffenheit über den Terroranschlag in Christchurch zum Ausdruck bringen. Es betrübt mich sehr, dass die Menschen immer noch nicht miteinander auskommen (wollen). Klar, dafür gibt es unendlich viele andere Beispiele, z.B. den Krieg im Jemen. Trotzdem wird es mir in solchen Momenten wieder bewusst, wie fehlerbehaftet wir sind. Ich gucke mir Star Trek an (gerade die Episode „The Gift“ ist ja ein Paradebeispiel zum Thema „Integration“) und muss erkennen, dass die Realität mehr als 70.000 Lichtjahre davon entfernt ist. Zumindest weiß ich, wie es ist, in einer Prä-Warp-Zivilisation zu leben.

    Nun zur Folge „The Gift“:
    Ihr habt das schon gut zusammengefasst. Ich mag die Episode auch, weil sie eine schöne Charaktergeschichte für die Figuren (v.a. Janeway, Seven und Kes) darstellt. Rückblickend finde ich es aber schade, dass Jennifer Lien die Serie verlassen hat. Bei der Wahl, ob Kes oder Harry Kim bleiben soll hätte ich mich klar für Kes entschieden!

    SUBRAUM-NACHRICHT AN FÄHNRICH HARRY KIM

    — BEGINN DER ÜBERTRAGUNG —

    Hallo Harry!

    Ich finde dich schon irgendwie cool und du gehörst zur Crew der Voyager. Ich muss aber mal ein ernstes Wort mit dir reden.

    Tut mir leid, mein lieber Freund, aber dein Charakter ist so uninteressant, uninspiriert und inhaltsleer, dass ich dich für einen der 50 langweiligsten Fähnriche der Sternenflotte halte! Du besitzt weder besondere Fähigkeiten oder Kenntnisse noch irgendein anderes herausragendes Merkmal. Jeder deiner Freunde und Kollegen ist auf seine Art ein außergewöhnlicher Charakter.

    Die Forscherin Kathryn Janeway bekommt als erste Frau in der Geschichte von Star Trek das Kommando über ein Sternenflottenraumschiff. Obwohl ich manche ihrer Entscheidungen heftig kritisiere, mag ich sie und sie ist ein „Original“.

    Auch Janeways Berater Tuvok und Chakotay sind verlässliche Freunde und gute Offiziere mit einer eigenen Persönlichkeit. B’Elanna Torres, einer meiner Lieblinge, tut an Bord der VOYAGER als erste Chefingenieurin ihren Dienst und macht ihre Sache großartig! Nebenbei bemerkt halte ich Roxann Dawson für eine tolle Schauspielerin. Ihr späterer Ehemann und Pilot Tom Paris ist ein leichtfüßiger Draufgänger, der zuweilen über die Stränge schlägt, aber das Herz am rechten Fleck hat. Neelix, der Schiffskoch und die gute Seele der Voyager, dient leider viel zu oft als Comic Relief, aber er fügt sich in die Crew ein und hat seine Momente.

    Der Holodoc ist mein Favorit in der Mannschaft, das gebe ich gern zu. Er vereint die Eigenschaften von zwei Offizieren in sich, die für mich zu den besten Star Trek-Charakteren zählen, nämlich Leonard „Bones“ McCoy und Data. So gesehen hat er von seinen Schöpfern schon sehr gute „Gene“ bekommen um sich weiterzuentwickeln. Diese Weiterentwicklung als KI treibt er sogar noch weiter als sein Vorgänger Data, weil er sich noch mehr mit seiner Rolle in der Gesellschaft auseinandersetzt. Seine total kitschige Holo-Familie und die Tatsache, dass er für Sevens viel zu enges Kostüm verantwortlich ist (das hatte ich vergessen) schmälern meine Begeisterung für ihn zwar, aber er ist und bleibt mein Lieblingscharakter. Robert Picardo ist wahrscheinlich der beste Schauspieler in der Serie. Vielleicht kommt mein Eindruck auch daher, dass ich in „Stargate“ sehen durfte und seine Darstellung mir dort auch ausnehmend gut gefällt.

    Kes kam als Neelix Freundin an Bord, aber ihre Beziehung blieb die ganze Zeit über rätselhaft und wurde niemals wirklich gezeigt, z.B. durch einen Kuss oder auch nur eine innige Umarmung. Sie war außerdem ziemlich eindimensional geschrieben, wollte immer nur nett sein und hatte weder ein klares Ziel noch Konflikte mit anderen Charakteren (außer mit diesem ekligen Typen von der Suspiria-Phalanx). Ich mochte sie aber dennoch, weil sie unschuldig und manchmal kindlich wirkte. Kes bildete einen interessanten Kontrast zu brutalen Spezies wie den Kazon, den Vidiianern, Spezies 8472 und den Borg. Durch ihre übersinnlichen Fähigkeiten hatte sie durchaus Potential für eine Entwicklung. Ihre kurze Lebensspanne hätte man durch irgendeinen Plot verlängern können. Eine Veränderung oder Weiterentwicklung ihrer Persönlichkeit wäre jederzeit möglich gewesen. Die Autoren erkannten die Möglichkeiten nicht und wussten nichts mit ihr anzufangen, weshalb sie aus der Serie geschrieben wurde. Schade!

    Nun zu dir, Harry! Was hast du anzubieten? Du wurdest im Pilotfilm beinahe vom Schlitzohr Quark ausgenommen und nur dein späterer Buddy Tom bewahrte dich davor. Du bist der ewige Fähnrich, weil die Autoren für dich genauso wenige Ideen haben wie für die Kazon. Du verrichtest deinen Dienst zuverlässig, das war es auch schon. Du darfst zwar ab und zu im Vordergrund stehen, diese Folgen sind dann aber bestenfalls Durchschnitt. Du bist nicht besonders intelligent, einfallsreich oder ehrgeizig. Du machst keine ungewöhnlichen, interessanten Vorschläge oder stellst gute Fragen. Spannende Szenen oder Charaktermomente sucht man bei dir meistens vergeblich.

    Nein, Harry, all diese Dinge tust du NICHT! Stattdessen verknallst du dich ständig in die falsche Frau, mit der du aus welchem Grund auch immer nicht zusammen sein kannst. Du baust Mist und musst es danach wieder geradebiegen. Noch nicht mal die Zeit, in der du mit Tom im Gefängnis warst, hat zu deinem Charakter irgendetwas beigetragen! Rate mal, wen sich die Hirogen als Arbeitssklaven halten werden, nachdem sie die Voyager gekapert haben! Na, weißt du, wer es sein könnte?

    Harry, ich glaube, du kannst dir schon denken, wie mein Urteil über dich ausfallen wird. Du bist ein lahmer und enttäuschender Charakter. Ich hätte dich nach dem Angriff des 8472 eiskalt sterben lassen und dafür Kes behalten, so sieht’s aus.

    Hoffentlich bist du mir nicht böse, weil ich dir ehrlich meine Meinung gesagt habe. Ich finde, wenn man sich schon so lange kennt wie wir beide, dann sollte man auch offen miteinander umgehen.

    MfG Michael

    — ENDE DER ÜBERTRAGUNG —

    Den Kommentar zu den Geschlechtsorganen von Borg-Drohnen beim letzten Mal hatte ich sarkastisch gemeint und zwar im Hinblick auf die Tatsache, dass Seven als Barbie-Puppe im hautengen Kostüm dargestellt wird. Das wird weder der Schauspielerin noch dem Charakter gerecht. Ich finde es ehrlich gesagt entwürdigend, eine Frau im späten 20. Jahrhundert (oder sollte ich besser sagen: im 24. Jahrhundert?) so darzustellen. Robert Beltran muss ja auch nicht die ganze Zeit mit nacktem Oberkörper oder im verschwitzen, zerrissenen Unterhemd durchs Schiff laufen, nur weil er ein (so vermute ich es mal) attraktiver Mann ist.

    Über Seven werde ich nächste Woche noch etwas schreiben, dieser Kommentar ist schon lang genug.

    Viele Grüße,

    Michael

    1. Wow, danke für den ausführlichen Kommentar :)

      Ich möchte die Hoffnung noch nicht aufgeben, dass Harry vielleicht doch noch interessante Entwicklungen bevorstehen. Durch meine lückenhaften Erinnerungen liegt das noch im Bereich des Möglichen. Mal sehen!

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Einmal ein mieses Bild im Internet und es verfolgt dich
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It is chocolate chunks
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Duh.
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Harry, harry, harry.
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A facepalm is a good start.
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She hated the whole Borg aesthetic.
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