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„Wie das MHN-Projekt den Bach runtergeht“
Recap bis / Holo-Debugging ab 24:32

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Message in a Bottle @ Memory Alpha

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Kommentare

  1. Hallo Marta & Kuba!

    Heute sind wir mal nicht einer Meinung! ;) Mir hat „Message in a Bottle“ nämlich gut gefallen. Eure Kritikpunkte kann ich zwar nachvollziehen, aber diese Folge genauso zu bewerten wie die furchtbare Katastrophe „Favorite Son“ finde ich viel zu hart!

    Der Humor in Star Trek funktioniert immer dann am besten, wenn die Komik aus der Situation entsteht, da gebe ich euch zu 100% recht. Es gibt aber auch ein paar lustige Comedy-Episoden und diese hier gehört für mich dazu. Ja, die Witze hätten insgesamt besser sein können. Den Hinweis auf DISCOVERY halte ich dennoch für ungerechtfertigt. Für mich hörte es sich so an, als wolltet ihr „Message in a Bottle“ in eine Reihe mit den „Niederungen“ von DSC stellen. DSC hatte sich doch schon in der 1. Staffel viel mehr geleistet, was unter die Gürtellinie ging: Eine nackte Klingonin in einer Sex-Szene, einen pinkelnden Klingonen und die berühmt-berüchtigte „F-Bombe“. Bei VOY gibt es nichts, was dem auch nur annährend nahe käme.

    Dass der Holodoc damit prallt, schon mal Sex gehabt zu haben, sehe ich als Verweis auf Datas „Funktionsfähigkeit“. Tom und Harry sowie ihren Versuch, einen zweiten Holodoc zu erschaffen, fand ich nicht schlimm. Beim Streit zwischen Seven und B’Elanna bin ich bei euch, das war übertrieben.

    Vielleicht bin ich einfach nachsichtiger als ihr. Jedenfalls habe ich den folgenden Episoden mit ihren Story Arcs viel mehr vorzuwerfen (Stichworte: „Hirogen“, „Delta Flyer“).

    MfG

    Michael

    1. Hi Michael,

      ich denke, zu einem großen Teil ist es hier tatsächlich Geschmackssache, wie der Humor der Folge bei einem ankommt, und ich kann gut verstehen, dass man die Folge auch mögen kann, wenn das für einen passt. Im Vergleich zu „Favorite Son“ hast du recht – wir weichen hier eigentlich von unserem Grundsatz ab, „schlecht“ für moralisch verwerfliche Folgen zu reservieren, was hier eigentlich nicht gegeben ist ;)

      Trotzdem finde ich die Art des Humors zu einem gewissen Teil symptomatisch für den schwachen Umgang mit Holofiguren in der Serie. Es fällt mir schwer zu glauben, dass künstliche Intelligenzen diese Art von ganz normalen Witzen machen würden, in denen einfach nur „Leben“ durch „Programmierung“, „Fähigkeiten“ durch „Subroutinen“ usw. ausgetauscht wird – da ist so viel Potential für Merkwürdigeres, Verstörenderes und auch Witzigeres, das nicht genutzt wird. Und das würde ich schon den AutorInnen und ihrer Faulheit bzw. der mangelhaften Ausdefinierung des eigentlich so spannenden Holodeck-Konzepts ankreiden.

      Die Peniswitze sind für mich auch ein solches Symptom (im Prinzip hab ich nichts gegen Dinge unter der Gürtellinie, immer gerne her damit) – die sind für mich auch zu nah an einem menschlichen Standard-Humor, den ich den Hololeuten nicht abnehme. Gerade in Hinblick auf Beziehungen und Sexualität müssten sich da ganz grundlegendere Probleme (und damit auch Witze) in Bezug auf mangelnde Körperlichkeit, Grenzen der Programmierung, auf organische Leute zugeschnittene Normen usw. ergeben. Hier bleibt das aber auf so einem „Menschen/Aliens wollen Sex –> Hologramme wollen auch Sex(-Subroutinen), haha“-Level stehen, das mir zu kurz greift (siehe auch die schrecklich stereotype Holofamily des Doktors).

      Ich freue mich schon auf deine Meinung zu den nächsten Folgen! :)

      1. Du hast ja recht, Marta. Ein generelles Problem von Star Trek besteht eben darin, dass Technologien wie das Holodeck eingeführt, aber nie erklärt werden. Das Holodeck ist manchmal nützlich und manchmal gefährlich, in einer Episode kann es Dieses, in der nächsten Jenes. Es funktioniert immer so, wie die Autoren es gerade brauchen. Das ist das genaue Gegenteil von Konsistenz! :)

        Wenn man dann auf dem Holodeck auch menschliche Figuren erzeugen kann, wird es noch schwieriger. Schon bei Moriarty in TNG gibt es haufenweise unbeantwortete Fragen: Wie kann der Schiffscomputer so eine Figur, die ja ein Lebewesen mit einem Bewusstsein darstellt, überhaupt „herstellen“? Dafür genügt es doch nicht, einfach ein paar Codezeilen zusammenzuschreiben! Wo kommt denn Moriartys Bewusstsein her? Und warum hat die Holofigur Moriarty – wie du es schon beschreibst – dieselben Bedürfnisse, Wünsche und Hoffnungen wie ein Mensch? Warum kann diese Figur für die Enterprise zur Gefahr werden? Das wäre doch ungefähr so, als ob ein Betriebssystem auf einem PC selbstständig einen Virus schreiben würde, der dann Schindluder treibt. Das ergibt alles keinen Sinn, es sind nur Plot Devices, die ich als Zuschauer entweder akzeptieren oder ablehnen kann. Den schmalen Grad zwischen „Quatsch“ und „Humor“ definiert jeder für sich, das stimmt schon.

        Obwohl Star Trek ein SciFi-Universum ist, gibt es praktisch keine vernüftige Auseinandersetzung mit dem Thema „Künstliche Intelligenz“. TNG hatte ein oder zwei Folgen, die in diese Richtung gingen („The Measure of a Man“ und „Evolution“), das ist aber schon alles. Ich finde das traurig! Der Holodoc gefällt mir als Charakter sehr gut, aber die Umsetzung ist nicht immer gelungen (Bsp.: Holofamilie). DSC hat diesem Thema auch nichts beigetragen. Zora, die KI an Bord der Discovery, schaut sich amerikanische 50er-Jahre-Filme an und möchte mit einem Menschen eine Beziehung wie in einem dieser Filme einzugehen. Typisch menschlich! ;) CONTROL, die böse, von Sektion 31 erschaffene KI, versucht das Universum zu erobern. Falls eine KI wirklich so wenig Phantasie hätte, sollten die Menschen lieber davon absehen eine zu erschaffen.

        In „Message in a Bottle“ finde ich die Hologramme noch witzig. In späteren Folgen gibt es aber haarsträubende Dinge, die von den Autoren ernst gemeint sind. Die sind dann einfach nur blöd und ich frage mich, wie man auf solche Ideen kommt. VOY hat die Hologramme und das Holodeck teilweise echt überstrapaziert. Uns stehen noch ein paar richtig problematische Episoden bevor! ;)

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