Willkommen im Blog von Marta und Kuba.
Wir bringen euch Science Fiction: Neue Filme! Alte Filme! Spiele, Bücher, Comics! Sowie futuristische Neuigkeiten aus der echten Welt. Außerdem besprechen wir Folge für Folge Sci-Fi-Serien in unseren Podcasts zu Star Trek: Voyager und Discovery.
Viel Spaß!

Kommentare gerne an: fw@3c33.de oder gleich hier.

Verlinkt? Verlinkt. Zellen? Zellen. Spoilers? Aber hallo. Was für ein Stress muss es sein, nach 30 Jahren die Fortsetzung eines Kult-Klassikers zu machen, weil jemand denkt, die Idee ist mindestens 150 Millionen Dollar wert. Und dann muss da Harrison Ford noch irgendwie rein. Eigentlich kann ein Unternehmen wie Blade Runner 2049 nur scheitern – zu hoch und speziell die Ansprüche der Fans, zu spezifisch und mythologisiert die Ästhetik des Originals. Aber: Denis Villeneuve hat es nicht verkackt. Es ist, bis auf zweidrei ultrapathetischen Szenen sogar ziemlich schön, am besten an den Stellen, die wenig mit dem Original zu tun haben. weiterlesen

Die Geschichte spielt in einer fernen Zukunft und dreht sich um drei Personen: die Präsidentin, die Admiralin und den Shunkan. Die Präsident regiert einen riesigen interplanetarischen Verbund. Was mit der Admiralin geschehen ist, bleibt zunächst unklar, man erfährt nur, dass Suchteams der Regierung seit Jahrzehnten „nach ihrem Gesicht suchen“. Der Shunkan ist im Exil an einem entlegenen Ort. Die drei verbindet ihre jeweilige Rolle in einem weit zurückliegenden Krieg: Die Präsidentin und die Admiralin waren enge Verbündete, der Shunkan rebellierte gegen sie. Was sie alle wieder zueinanderführt, sind Vorbereitungen auf die Pulsarnacht: ein paradoxes physikalisches Ereignis, das zum einen aus der Mythologie eines belächelten Volkes bekannt ist, an dessen Bevorstehen verstörenderweise aber auch eine allgemein als höchstentwickelt anerkannte Spezies glaubt.
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Casual Sci-Fi Friday! YouTube-Video-Essay-Häppchen zu Spike Jonzes „Her“; A.V. Club lehnt sich mit „The 35 best science-fiction movies since Blade Runner“ lässig aus dem Fenster.

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Der IFComp hat angefangen! Das ist ein jährlicher Wettbewerb für Textadventures (Interactive Fiction Competition).

Wie immer sind auch diesmal einige Science-Fiction-Spiele dabei. Besonders interessant sieht „Absence of Law“ aus; der letztjährige Wettbewerbsbeitrag des Autors war eine anhand von Zeugenberichten aus verschiedenen Perspektiven nacherlebbare Krimigeschichte, die mir gut gefallen hat. In seinem diesjährigen Spiel scheint es darum zu gehen, dem Gehirn-Backup eines kürzlich Verstorbenen zu helfen, sich wiederzubeleben, bevor der Akku alle ist. Außerdem sind u.a. im Rennen: „The Cube in the Cavern“ (über eine würfelfürmige Welt) und „Transient Skies“ (ein Multiple-Choice-Weltraumerforschungsspiel).

Wer bis zum 15. November mindestens 5 der Spiele ausprobiert, kann mitbewerten.

Die Beiträge sind meistens eine Mischung aus Choose-Your-Own-Adventure-artigen klickbasierten Spielen und Parserspielen mit klassischer Tastatureingabe à la go north und open door with key – alle von Hobby-Autoren/Programmierern erstellt.

Wer Spaß daran hat, findet in der ifdb (Interactive Fiction Database) Tausende solcher selbstgemachter Spiele und Reviews dazu. Eine gute Liste mit Empfehlungen aus dem Science-Fiction-Bereich findet sich hier. Darunter sind zum Beispiel:

  • Das beliebte und auch einsteigerfreundliche „Superluminal Vagrant Twin“, in dem man als vagabundierender Raumschiffcaptain durch Lieferaufträge, Kopfgelder und Spacegeschäfte genügend Geld auftreiben muss, um seinen Zwilling freizukaufen.
  • Das komplexere und schwierigere „Spider und Web“ ist eins der bekanntesten IF-Werke überhaupt; es ist eine Spionage-Geschichte, in der man im Rahmen einer futuristischen Verhörmethode gezwungen wird, sein Eindringen in eine geheime Einrichtung wiederzuerleben. Man ist also unter Zeitdruck darum bemüht, die Aktionen zur Zufriedenheit des Inspektors nachzuspielen, der mehr darüber weiß als man selbst!

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…werden wir 2024 sagen! Dann bringt Elon Musk die ersten Kolonisten auf den Mars.

Laut tagesschau.de halten Experten den „Zeitplan für ambitioniert“; auch golem.de sieht „viele Lücken“ im Zeitplan. Aber auch wenn es ein paar Jahre länger dauern sollte – Musks Planung ist beeindruckend nah dran an den in der Mars-Trilogie vorhersagten Kolonisierungsdaten, die wir hier vor ein paar Tagen besprochen haben.

Bild via @DumbDumberMovie (sic)

Albern, verstörend, grauenerregend, haarsträubend – der Kurzgeschichtenband „Phantastische Träume“ hinterlässt bleibende Eindrücke. Es handelt sich dabei um die hundertste Ausgabe der Phantastischen Bibliothek, einer Reihe des Suhrkamp-Verlags, in der über 300 Romane und Kurzgeschichtensammlungen aus den Bereichen Fantasy, Science Fiction und Horror erschienen sind. Die Reihe scheint gegen Ende der 90er eingestellt worden zu sein. Vor kurzem ist mir dieser Jubiläumsband in die Hände gefallen, der einen schönen Querschnitt der wichtigsten in dieser Reihe verlegten Autoren bietet, und dadurch auch einige Ideen, von wem man gerne mehr lesen würde und von wem lieber nicht.

Am Anfang der Sammlung steht eine Ijon-Tichy-Geschichte von Lem („Die Verdopplung“), in der dem Raumfahrer eine unangenehme Sache widerfahren ist: der Balken, der seine beiden Gehirnhälften verbindet, wurde bei einem Einsatz auf dem Mond durchtrennt, was auch sein Erinnerungsvermögen etwas beeinträchtigt hat. weiterlesen

In einem lesenswerten Essay über utopische Science-Fiction schreibt Kim Stanley Robinson:

The problem, however, with this and all other utopian alternatives, is that we can’t imagine how we might get there. We can’t imagine the bridge over the Great Trench, given the world we’re in, and the massively entrenched power of the institutions that shape our lives […] [I]t’s not utopia we can’t imagine, but history. Future history, the history yet to come.

In der Marstrilogie („Roter Mars“, „Grüner Mars“, „Blauer Mars“, ein Science-Fiction-Epos, das zwischen 1993 und 1996 entstanden ist) gelingt es Robinson, genau das doch vorstellbar zu machen. Die von ihm erdachte Zukunft ist bei Weitem nicht ohne Probleme und Schwierigkeiten, aber durchdrungen von der humanistischen Hoffnung auf eine menschenwürdige (marsianische) neue Weltordnung, die mich als Leser so schnell nicht wieder loslassen wird.

Die Geschichte beginnt im Jahr 2026 – eine Mannschaft von 50 Wissenschaftlerinnen und 50 Wissenschaftlern bricht auf, um die erste permanente bemannte Basis auf dem Mars zu errichten. Das Buch begleitet sie durch die Jahrzehnte, während der Mars sich vom unbelebten Forschungsobjekt zunächst zur gerade so bewohnbaren, spärlich besiedelten Erden-Kolonie und schließlich zu einer unabhängigen, tatsächlich mehr als atemberaubend anderen Welt wandelt. weiterlesen

Ich habe mir Terminator 2 in 3D im Kino angeschaut. Wieso? Weil ich konnte. Weil ich an dem einen Tag, zu der einen Uhrzeit gerade Zeit hatte und Terminator 2 sehr gerne mag. Ich denke so würde auch James Cameron antworten auf die Frage wieso T2 nochmal in 3D erscheint, mit nur einer Vorführung (jedenfalls in Halle an der Saale), 26 Jahre nach dem ursprünglichen Release. Weil James Cameron 3D kann, und Terminator 2 mag.

Bietet diese Version mehr, als sich den Film nur etwas anders, noch mal anzuschauen? Leistet die in mühseliger, skulpturaler Handarbeit post-konvertierte 3D-Version etwas? weiterlesen