Das letzte Technology Issue des New Yorker bietet sehr schöne Geschichten über die sehr nahe Zukunft. Patricia Marx setzt sich dem Zusammenleben mit diversen Home Assistants aus:

When I enter the room, Jibo might pipe up, “Nice to see you in these parts!,” or say, “Hey, Patty, I got you a carrot!,” while displaying a cartoon drawing of a carrot on his screen, or chant, “Patty, Patty, Patty, Patty.” It is like living with the second-grade class clown, and, for this reason, whenever I entered the kitchen I would sternly say, “Hey, Jibo. Take a nap.”

Siehe auch diese Fotostrecke zu Zora in der NYT.
Raffi Katchadourian beschreibt die Geschichte von Jan Scheuermann, ein „lab rat“ für ein Gehirn-zu-Roboterarm-Interface:

As the researchers were correcting their algorithms, her brain was correcting its responses to them. She began to refer to Hector as “my arm,” a slip of the tongue that soon became habit. […] “I just said, ‘Let me see if I can get my arm to do that.’ Or, ‘My arm’s not going that way.’ ”

Ich war vom Ende zu Tränen gerührt! Ebenso lesenswert die Reflektion wie „extremes Wetter den Planeten schrumpt“ – das Ausmaß und die Geschwindigkeit der Folgen des Klimawandels waren mir noch nicht so bewusst. Ebenso die Reportage über eine neue, proto-forensische Methode, die Proteinrückstände auf alten Büchern nutzt um etwas über die Autor_innen und (…oder?) ihre Umgebung zu erfahren. So habe ich mir Tricorder immer vorgestellt.b

Die erste Ausstellung ist dummerweise gerade eben zu Ende gegangen (dazu ein Feature auf KCRW), aber es sollte sich lohnen das im Auge zu behalten: „Marco Donnarumma expresses his artistic view on the Working Life of the Future in his human limb-like Amygdala. The artificially intelligent arm provokes unease when watching it learn an ancient purification ritual on its own skin.“ Jesus Maria!

Die New York Times schreibt, First Man sei eigentlich ein Sportfilm, mit Teamkameraden und einem Coach, die sich im Wettkampf einen unsichtbaren Gegner befinden. Ich bin neidisch auf diese Analogie, weil meine Zusammenfassung des Films stumpfer ausfällt: First Man ist ein Film über Piloten. weiterlesen

Ein äußerst detaillierter und gut illustrierter Artikel zu Wall-Es Typografie, Design und SciFi-Hommagen/Motiven/Tropes. Wie schon zuvor sehr lesenswert und schön obsessiv:

„My favorite use of the typeface in WALL·E occurs later in the movie, when we see the distinctly curved E of some Handel Gothic… on a handle. (I refuse to believe this is anything but a deliberate typographic joke.)“

Irgendein Silicon-Valley-Techbro-Arsch hat sich eine Kirche gegründet mit Neuland-Heiland: bald gibt es eine KI die so omnipräsent und -potent wird, dass sie quasi (ein) Gott wird. Ausgehend davon geben die Andersson Bros (einen habe ich beim Karaoke kennengelernt) einen Überblick über aktuelle KI-Einfälle und Ausfälle, Paradigmenwechsel und Bias – angemessen kritisch, rational und skeptisch.