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„Wie viele Spezies braucht man für eine gute Restesuppe?“
Recap bis / Wiederaufkochen ab 19:35

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Prey @ Memory Alpha

Shownotes

  • Independence Day (apropos telepathische Kommunikation mit Aliens)
  • polnische Comicreihe Tytus Romek i A’Tomek (apropos Menschwerdung und „Wenn ich zu menschlich werde, ist es euch auch nicht recht“)

Kommentare

  1. Hi Marta und Kuba!

    Marta, ich stimme dir zu: Die Sternenflotte hat eine Kommandokette und ist straff organisiert. Das muss aber nicht unbedingt bedeuten, dass sie mit dem Militär vergleichbar ist. JEDE Organisation hat eine klare Befehlsstruktur. Auch die Polizei, die Feuerwehr, das technische Hilfswerk oder Notärzte und Rettungssanitäter sind mit einer Kommandokette ausgestattet, in der ein Vorgesetzter Befehle gibt und seine Untergebenen haben sie auszuführen. In Betrieben, Behörden usw. kann nunmal nicht jeder machen, wozu er gerade Lust hat. Ich habe mal in einem Podcast gehört, dass Gene Roddenberry die US-Küstenwache im Sinn hatte als er sich die Sternenflotte ausdachte. Dazu passen auch die vielen Episoden von TOS und teilweise auch TNG, in denen die Crews sozusagen „Polizeiaufgaben“ übernehmen. Klar, in TNG und DS9 war es dann auch wieder anders, v.a. im Krieg gegen das Dominion. Ja, man kann die Voyager-Crew mit dem Militär vergleichen, aber ich würde nicht sagen, dass es in erster Linie eine militärische Organisation ist.

    An Bord eines von Menschen gesteuerten Raumschiffes MUSS es ganz einfach so eine hierarchische Organisation geben es sei denn man nutzt eine Art von Schwarmbewusstsein wie im Borg-Kollektiv oder eine Intelligenz (z.B. eine KI) steuert ihr Schiff allein. Du hast ab und zu „Battlestar Galactica“ erwähnt. Dort gibt es im Pilotfilm eine ähnliche Situation, als der erste Offizier eine fatale Entscheidung trifft. Das Fazit daraus ist am Ende: Auch wenn der XO Mist gebaut hat, ist er trotzdem der Stellvertreter des Kommandanten. Alle anderen Besatzungsmitglieder müssen seine Befehle akzeptieren und sich daran halten. Ein Soldat darf in einer Kampfsituation nicht einfach Befehle missachten oder in Frage stellen. Dasselbe Prinzip gilt z.B. auch bei der Feuerwehr. Wenn der Feuerwehrkommandant bei einem gefährlichen Einsatz eine Entscheidung trifft, dann muss jeder seiner Untergebenen das erstmal so hinnehmen, auch wenn sie eine andere Meinung haben. Falls sich herausstellt, dass der Vorgesetzte es verbockt hat, dann werden entsprechende Maßnahmen ergriffen, aber an der konkreten Situation ändert das nichts. Tuvok sagte in „Year of Hell“ sinngemäß zu Seven: „Der Captain hat immer recht, auch wenn er mal Unrecht haben sollte.“ Insofern kann ich Janeway an dieser Stelle verstehen.

    Meine Symphatie gilt aber Seven, weil sie in meinen Augen die Situation richtig beurteilte. Die Voyager befand sich unter schwerem Beschuss durch die Hirogen. Wenn sie den 8472 nicht ausgeliefert hätten, wären einfach alle getötet worden. Die hohen ethischen/moralischen Standards der Föderation/Sternenflotte finde ich persönlich sehr gut. Jedoch kann man diese Standards nicht auf alle erdenklichen Situationen anwenden. In der Serie wurde es schon oft gesagt: Die Voyager ist weit von zuhause entfernt. Diese Crew DARF nicht dieselben Regeln anwenden wie beispielsweise Picard, der, falls es nötig ist, das Hauptquartier kontaktieren und um Verstärkung bitten kann. Um auf den Vergleich zum Militär zurückzukommen: Ich behaupte einfach mal, dass Soldaten in einem Einsatz vorrangig daran interessiert sind, sich selbst und ihre Kameraden zu schützen. Die politischen Gründe für einen Miltäreinsatz können ja durchaus ehrenhaft sein, z.B. die Verteidigung eines Landes, das ohne eigenes Verschulden angegriffen wird. Am Ende sind es aber die Soldaten, die ihren Kopf dafür hinhalten müssen. Wenn sie (egal aus welchen Gründen) in eine beschissene Lage geraten, werden sie alles tun um zu überleben. Genau das hat Seven hier getan. Ihr Problem besteht leider darin, dass sie in gewissem Sinn vom Regen in die Traufe kam. Obowhl sie vom Kollektiv getrennt wurde und man ihr erlaubte und sie sogar dazu ermutigt, sich zu einem Individuum zu entwickeln, ist sie dennoch Restriktionen unterworfen. Solange sie aber mit anderen Lebewesen zusammenarbeitet, wird das aber an jedem Ort und zu jeder Zeit so bleiben. Janeway hätte natürlich eine Konferenz einberufen können, in der jeder Führungsoffizier bzw. Hauptcharakter seine Meinung sagen kann. Dann wären Sevens Einwände zumindest angehört worden. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass der eine oder andere in der Crew ihr zustimmen würde. Letztendlich liegt die Entscheidung trotzdem bei Janeway. Sie legt bestimmt auch selbst fest, in welchen Situationen eine solche Konferenz stattfinden soll und wann nicht. Janeway hat auf ihrem Schiff die Hosen an, ob es Seven gefällt oder nicht.

    Ich hätte es cool gefunden, wenn sich in der letzten Szene ein anderes Besatzungsmitglied bei Seven gemeldet und ihr zumindest „moralische“ Unterstützung gegeben hätte. Es gibt in der Crew ja so einige, die sich nicht immer an Befehle halten: Chakotay und B’Elanna wurden von der Sternenflotte als Verbrecher gesucht, Tom saß im Knast und der Holodoc verhält sich auch gerne mal anders als erwartet.

    Ich stimme euch zu 100% zu: Das Dilemma ist schön ausgearbeitet worden und man kann lange darüber diskutieren. Es gibt gute Argumente für beide Seiten, eine eindeutige Lösung gibt es nicht. Im Gegensatz zu „Tuvix“ finde ich das Dilemma auch wirklich gelungen. Bei „Tuvix“ stellte sich für mich einfach nicht die Frage, ob sie Tuvix am Leben lassen und dafür Tuvok und Neelix opfern sollten. Darum fand ich es dort weniger spannend.

    Wie ich im Kommentar zur letzten Folge schon angekündigt hatte, habe ich hier größere Probleme mit den Hirogen. In „Jäger“ haben wir schon erfahren, dass sie eine heteronormative Spezies sind. Hier lernen wir noch mehr über sie. Chakotay sagt, dass ihre ganze Kultur auf der Jagd aufgebaut ist. Den Kampf zwischen dem 8472 und dem Hirogen finde ich traurigerweise bezeichnend für fast alle anderen Alien-Spezies in der Serie: Die Kazon sind fiese Weltraumpiraten, die sich ständig gegenseitig bekämpfen und die Voyager ausplündern wollen. Die Vidiianer töten andere Spezies, um ihre Organe zu rauben. Die Ocampa verfügen über paranormale Fähigkeiten. Das erklärte Ziel von Spezies 8472 besteht darin, alles Leben in der Galaxis auszulöschen. Die Hirogen interessieren sich nur für die Jagd. Die Borg wollen nur erobern. Alle diese Spezies sind eindimensional und wirken nach kurzer Zeit langweilig. Ich finde das sehr schade, weil die Serie durchaus tolle Folgen hat.

    FAZIT: Spannende Episode mit einigen Schwächen bezüglich der Hirogen.

    MfG Michael

    1. Küstenwache… interessant und irgendwie niedlich :)

      Ist das so, dass alle „wichtigen Spezies“ in Voyager eher böse sind? So ein mieser Quadrant :) Und Gamma scheint auch nicht viel besser….

      1. Ja, aus irgendeinem Grund sind die meisten Aliens bei Star Trek böse. Die Vulkanier sind meistens nett, aber auch überheblich. Die einzige wichtige Nicht-Föderationsspezies (jedenfalls ist es die einzige, die mir einfällt), die nicht ständig Krieg führen will, sind die Ferengi. Solche nebensächlichen Spezies wie die Denobulaner oder die Baku scheinen lieb zu sein, aber sie spielen eben kaum eine Rolle.

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