Diese Geschichte wird von einer sogenannten „SecUnit“ erzählt, die ein Erkundungsteam auf einem Planeten beschützen soll. Die Einheit nennt sich selbst in Gedanken Murderbot – zum einen, weil sie in ihrer Vergangenheit unwillentlich für Massenmord eingesetzt wurde, und zum anderen, weil sie sich heimlich selbst gehackt hat und daher theoretisch für die Kunden lebensgefährlich werden könnte. All Systems Red bildet den vielversprechenden Auftakt einer ganzen Reihe von Murderbot Diaries. weiterlesen

VOX ist kein gutes Buch; aber es hat mich dazu gebracht, einen Klassiker zu lesen, mit dem es in Rezensionen immer wieder verglichen wird. Daher hier eine Doppelrezension zu VOX und seiner (nachdem ich beides direkt hintereinander gelesen habe, wirklich nicht zu übersehenden) Vorlage The Handmaid’s Tale.

In Atwoods Klassiker The Handmaid’s Tale erzählt uns eine namenlose Frau von ihrem Leben in einer nahen Zukunft (von damals aus). Eine religiöse Gruppierung ist in den USA an die Macht gekommen, die sehr genaue Vorstellungen davon hat, welche Rolle Frauen in der Gesellschaft einnehmen sollen. Oder, genauer gesagt, welche Rollen: wer das zweifelhafte Glück hat, fortpflanzungsfähig zu sein (was in Atwoods postapokalyptischer, gift- und strahlungsverseuchter Welt inzwischen die Ausnahme ist), kommt in Frage als sogenannte Handmaid; alle anderen – zumindest diejenigen, die nicht in Arbeitslager geschickt wurden – nehmen entweder eine Rolle als Ehefrau (für Gesellschaft oder vielleicht Liebe), Haushaltshilfe oder (inoffiziell) Prostituierte ein. Für jede Rolle gibt es ein striktes Regelwerk und eine klare äußere Markierung: alle zum Gebären vorgesehenen Handmaids tragen beispielsweise Rot und haben einen von „ihrem“ Mann abgeleiteten Namen.

Auch in VOX erzählt uns eine Frau von einer (von uns aus gesehen) nahen Zukunft, in der eine konservative religiöse Gruppierung in den USA rapide an politischer Macht gewonnen hat. Eins ihrer Ziele besteht darin, Frauen zum Schweigen zu bringen. Das setzen sie mit Hilfe technischer Geräte um, die die tägliche Anzahl gesprochener Wörter auf 100 beschränken und ansonsten (per zwangsweise angelegtem Armband) körperliche Schmerzen zufügen. weiterlesen

Jonathan und John (gespielt von Ansel Elgort, bekannt als Baby Driver) nennen sich gegenseitig „Brüder“, sind aber zwei Persönlichkeiten, die sich in abwechselnden Schichten den gleichen Körper teilen. Mal ein anderer Blick auf Persönlichkeitsspaltungs-Stories und ein ganz cooles scifiiges Konzept, aus dem der Film „Jonathan“ aber nicht so richtig viel rausholt. weiterlesen

Die New York Times schreibt, First Man sei eigentlich ein Sportfilm, mit Teamkameraden und einem Coach, die sich im Wettkampf einen unsichtbaren Gegner befinden. Ich bin neidisch auf diese Analogie, weil meine Zusammenfassung des Films stumpfer ausfällt: First Man ist ein Film über Piloten. weiterlesen

George Orr träumt so, dass seine Träume am nächsten Morgen wahr werden. Nur er selbst behält Erinnerungen an die Welt, wie sie früher war, während es für alle anderen Menschen so ist, als wäre schon immer alles so gewesen wie Orr es erträumt hat. Traumatisiert von dieser ungewollten Macht versucht sich Orr mit illegalen Medikamentenrationen wach zu halten und bekommt zur Strafe obligatorische Therapiesitzungen bei einem Traumspezialisten verordnet. weiterlesen

In Farside ist eine Reihe flacher Charaktere in eine mäßig spannende Krimigeschichte verwickelt, die sich auf einer Raumstation auf der dunklen Seite des Mondes abspielt. Die Aufgabe ist das Herstellen und Positionieren riesiger Spiegel, die der Erhebung von Daten und Bildern eines neu entdeckten erdähnlichen Planeten dienen sollen. Mehrere Projekte konkurrieren darum, die ersten zu sein, die genauere Beobachtungen liefern können. weiterlesen

Science Fiction ist angeblich überall (und weiß es nicht mal) – wo findet man sie im November?

5. November: Cory Doctorow von boingboing.net stellt in Kooperation mit dem schönen Otherland Berlin seinen neuen Sci-Fi-Roman Walkaway vor. Geht hin, wenn ihr mehr über seine Vision einer nahen Zukunft erfahren wollt, in der quasi die Replikator-Utopie wahr geworden sind.

Ab 8. November ist auf arte die französische Science-Fiction-Serie Ad Vitam zu sehen: der Tod ist besiegt (durch die angenehm klingende Technologie des Regenerationsbads, mmmh), aber nicht alle akzeptieren die neue Unsterblichkeit. Vielversprechend: „Dieses Programm ist nicht für empfindsame Zuschauer geeignet.“

16. & 17. November: Das Berlin Sci-Fi Filmfest, über das wir letztes Jahr berichteten, findet wieder statt! Begebt euch ins Babylon Berlin für ausgewählte spacige, kreative, trashige, fetzige No- bis Low-Budget-Produktionen!

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