3 Kommentare

„Wie Gamer“
Recap bis / Reconnaissance ab 24:54

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The Killing Game @ Memory Alpha

Shownotes

Kommentare

  1. Hi Leute! :D

    Wie ich schon geschrieben habe, sehe ich bei dieser Doppelfolge eine Menge Probleme. Trotzdem nenne ich erstmal die Aspekte, die mir gefallen. Die Kulissen, Kostüme, Requisiten und die ganze Ausstattung sind gelungen. Die Schauspieler sind glaubwürdig. Ich finde die Episode sogar bis zu einem gewissen (niedrigen) Grad unterhaltsam. Jeri Ryan sieht umwerfend aus und ihr Gesang ist auch toll.

    Die Schwierigkeiten fangen aber schon im Teaser an, weil dort sofort klar wird, worum es geht. Es ist doch eine Holodeck-Story! Warum verwenden die Autoren das Holodeck nicht, um den Zuschauer in die Irre zu führen? In der TNG-Folge „Ship in a Bottle“ wurde genau das gemacht, u.a. deshalb ist sie eine meiner Lieblingsfolgen der Serie. Wieso beginnt die Episode nicht im französischen Nachtclub, wo Seven ihr Lied singt? So wie ich es verstanden habe, hat die Crew dieses Programm zur Freizeitgestaltung erstellt. Man hätte die Story so schreiben können, dass es anfangs wie ein normaler Holodeck-Besuch der Charaktere wirkt. Das gab es schon in früheren Folgen, darum hätten die Zuschauer erstmal keinen Verdacht geschöpft. Hier weiß ich gleich, wie die Geschichte ablaufen wird: Die Hirogen haben die Voyager gekapert und die Crew auf dem Holodeck eingesperrt, wo sie für „Spiele“ missbraucht wird. Der Episodentitel lässt auch keine Zweifel aufkommen, wie diese „Spiele“ nach dem Willen der Hirogen ablaufen sollen. Dementsprechend müssen Janeway & Co. ihre Feinde besiegen und das Schiff zurückerobern. Der Tod eines Hauptcharakters ist sehr unwahrscheinlich, eine echte Gefahr droht also nicht.

    Wieso ist der Hirogen-Commander so fasziniert von den Nazis? Die Hirogen sind Jäger und keine Eroberer! Wie ihr schon sagt, passt das alles nicht zu ihrem Wunsch zu jagen. Eigentlich müssten SIE die Widerstandskämpfer spielen und nicht die Nazis, weil die Herausforderung größer wäre. Es ergibt keinen Sinn und dient nur dazu, die Hirogen als böse Feinde darzustellen. Dazu kommen noch Hakenkreuze, Wehrmachtsuniformen und ein zünftiger Hitlergruß. So was brauche ich einfach nicht bei Star Trek! Es stellt auch eine Diskrepanz zum Rest der Serie dar. Kazon, Vidiianer, Borg und Spezies 8472 sind brutale Feinde, aber die Nazi-Hirogen (oder Hirogen-Nazis?) sollen „lustig“ sein? Für mich sind sie es nicht. Meiner Meinung nach gehen die Autoren mit dem Thema des Nationalsozialismus zu leichtfertig um. Die Nazis sind hier nur irgendwelche Gegener, die man einfach besiegen kann. Lasst doch so einen Scheiß bleiben!

    Interessant ist Harrys Zitat:
    „Holodecks require a tremendous amount of energy.“
    Wie passt diese Tatsache zum Energiemangel, der in Staffel 1 erwähnt wurde? Ich sollte lieber nicht so viel nachdenken, die Episode ist schon schwachsinnig genug! ;) Apropros „Holodeck“: Wie kann Harry das ganze Schiff in ein einziges, großes Holodeck umbauen? Was ist denn mit den vielen Räumen, Einrichtungen und technischen Geräten wie z.B. Labors, Frachträume, Mannschaftsquartiere, Shuttlehangars, Schildgeneratoren etc.? Haben die Hirogen den ganzen Krempel auf den Sperrmüll geworfen? Musste Harry auf jedem Deck erstmal alle Wände zwischen den Räumen entfernen, um einen großen Raum zu schaffen? Warum dehnt sich das Holodeck plötzlich über mehrere übereinanderliegende Decks aus, wobei die Einteilung mit Decken, Wänden und Türen erhalten bleibt? Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, wie das funktionieren soll. So wie das Holodeck durch „simulierte Explosionen“ kaputt geht, bricht für mich die Story auseinander.

    Für mich ist diese Folge keine Komödie wie z.B. „Bride of Chaotica“ oder „Our Man Bashir“. Auch ein ernstes Szenario kann lustige Comedy abgeben, aber dafür muss es gut geschrieben sein. Ich hatte an „Indiana Jones“, „Inglourious Basterds“, „M*A*S*H*“, Monty Python usw. gedacht. Diese Folge kommt vom Unterhaltungswert gesehen aber überhaupt nicht an diese Filme/Serien heran. Meiner Meinung nach gibt es viel zu wenig Wortwitz und Selbstironie oder ich habe sie nicht verstanden. Ich hätte das evtl. als Parodie/Satire akzeptieren können, aber dafür gab es auch nicht genug Subtext oder Meta-Kommentare. Es wäre doch ohne Probleme möglich gewesen, die Versessenheit der Zuschauer und Filmstudios auf WW2-Filme zu thematisieren oder die Holodeck-Simulation stärker als eine Art Videospiel darzustellen. Ende der 90iger waren PC- und Videospiele extrem populär, darum hätte das durchaus Sinn ergeben. Schon in TOS wurden politische und gesellschaftliche Entwicklungen der damaligen Zeit aufgegriffen.

    Mir gefällt dieser Zweiteiler aufgrund der platten Story und den vielen Widersprüchen nicht. Daumen runter!

    MfG

    Michael

    1. Hey! Gut, dass du uns noch erhalten bleibst :)
      Ja, das mit der Verharmlosung bleibt nicht wirklich auflösbar, ich bin da in der amerikanischen Tradition wo die (Film-)Nazis (PG-13-konform ohne Gräueltaten) tw. diese Cartoon-Schwelle übertreten, siehe eben Indiana Jones – wo die Tragweite angedeutet wird (z.B. Bücherverbrennung in Last Crusade) aber dann doch nur angedeutet wird (die Geister-Schmelz-Szenen aus Raiders ist halt… Pulp/B-Spuk.) Ich glaube, beides muss sich nicht ausschließen, aber ich verstehe (und teile eingeschränkt) auch deine Befremdung.
      Man könnte jetzt argumentieren, dass sich die Hirogen das so platt ausgedacht haben, aber das wäre natürlich geflunkert ;)

      Zu den technischen Details… tja, muss man halt schlucken oder nicht. Ich verstehe deine Frustration, und ärgere mich jedes Mal wieder. Stop worry and love the bomb :)

      Zum potentiellen Überraschungs-Effekt – bin mir nicht sicher, ob man das hätte so durchziehen können. Im Zweifel war mir hier die Alle-Karten-Sofort-Auf-Den-Tisch-Methode lieber. Und dann schauen wie eine fremde Spezies das Holodeck als ihr Werkzeug/Freizeitpark/Todesfalle verwendet.

      Nächstes Folge muss du vll noch durch unsere Begeisterung durch, aber ich bin mir auch nicht mehr sicher, wie das aufgelöst wird (ja, könnte man sich denken, aber dazu bin ich zu faul ;). Mal sehen wohin der Daumen geht! Äh.

      1. Klar bleibe ich euch erhalten, ich muss doch zu euren Diskussionen meinen Senf dazugeben! ;)

        Bei „Last Crusade“ ist das Tagebuch sehr wichtig für die Story. Es ist einfach eine spannende Szene, weil die Deutschen ihm das Buch einfach wegnehmen könnten. Stattdessen setzt der „Führer“ sein Servus rein. Das finde ich schon witzig. Wie du sagst: Es wird nur angedeutet. Ich hätte auch keine Lust, mir 4 Filme anzuschauen, in denen Indi gegen die Nazis kämpft. 2 Filme sind noch OK.

        Hier in „The Killing Game“ werden aber gleich mehrere Fässer aufgemacht: Die Resistance, eine junge französische Kollaborateurin, die von ihren Landsleuten verachtet wird, der großangelegte Diebstahl von Kunstwerken, die „Rassenideologie“. Jedes einzelne dieser Themen verdient eine ernsthafte Diskussion und nicht so eine „Naziploitation“-Folge.

        Zur Auflösung im 2. Teil sage ich nichts, seht selbst! ;)

        In dieser Woche konnte ich nur über den Clip mit Burns und Smithers lachen.

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Thanks, Tom.
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Klingon Hunger Games!
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hier sieht man schon in die nächste Folge rein