Vor einem Jahr erschien nach beinahe zehn Jahren Entwicklungszeit The Last Guardian. Wenn es je ein Spiel gab, das ich mir für VR gewünscht habe, dann dieses hier: es hat ein vertikales Leveldesign mit Kletterpassagen in schwindelerregender Höhe und findet zu großen Teilen auf dem Rücken von einer Art Fuchur statt, mit dem zusammen man versucht, aus in einem gigantischen Krater liegenden Ruinen zu entkommen. Jetzt wird der Traum wahr – zumindest ein bisschen: es ist eine 15-minütige VR-Demo erschienen. (Eigentlich keine SciFi im strengen Sinne, aber es wird wahrscheinlich noch eine Weile dauern, bis mir VR nicht mehr futuristisch genug für diesen Blog vorkommt).

Was funktioniert:

  • Trico ist weiterhin einfach fantastisch. Er ist halb Katze, halb Raubvogel (und ein bisschen Hund). Die unwillkürlichen Muskelzuckungen beim Streicheln, das Gewackel beim Ansetzen zum Sprung, die Ohrenbewegungen – Trico wirkt in Aussehen und Verhalten wieder wie ein echtes Tier, mit plausiblem Gewicht, Skelett und allem, was CGI-Tieren sonst so oft fehlt. Und in VR ist Trico GROSS, er wirkt genauso riesig, wie er aus der Perspektive des Protagonisten (man ist ein Kind) sein sollte, und auch angemessen kuschelig.
  • Das Reiten auf Tricos Rücken ist aufregend und verursacht genau die richtige kleine Dosis an Motion Sickness, um es abenteuerlich zu machen (was ich vielleicht bei längerer Spieldauer anders sehen würde).

Was weniger gut funktioniert:

  • Die Tiefe der Abgründe ist nicht ganz so schwindelerregend, wie ich mir das vorgestellt habe. Der berühmte Sprung ins Nichts ist daher auch nicht so erschütternd, wie er vielleicht sein könnte.
  • Bewegung per Teleportation ist hier eine verständliche Entscheidung, ist aber nicht sehr intuitiv. Sobald man sich eingewöhnt hat, ist das Spielfragment auch schon vorbei.

Das Wichtigste ist aber natürlich einfach, dass man seinen alten Freund wiedersehen kann, als würde er ins Lebensgröße vor einem stehen. Wie aufwühlend das ist, zeigt nochmal, was genDESIGN/SIE Japan Studio mit The Last Guardian gelungen ist: das Spiel hat eine der außergewöhnlichsten Beziehungen ermöglicht, die man je zu einer virtuellen Figur entwickeln konnte.

(Danke an MetkrugSturmtief für die Empfehlung! Bildquelle: PS4-Store-Promobild)

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