Im aktuellen XKCD-Comic geht es um zu vorsichtige / angemessen vorsichtige / zu unvorsichtige Reaktionen auf Lebensanzeichen.

Veranschaulicht durch: Spektrum der Wissenschaft vs. tagesschau.de¹

  • Spektrum: Auf der Venus gibt es Phosphan. Der dreiwertige Phosphanwasserstoff, im Englischen »Phosphin« genannt […]
    Tagesschau: Das Gas Phosphin […]
  • Spektrum: Das hat eine Arbeitsgruppe um die Astronomin Jane Greaves von der britischen Cardiff University im Magazin »Nature Astronomy« berichtet.
    Tagesschau: Astrobiologen könnten sich vorstellen […]
  • Spektrum: Außerirdisches Leben als Möglichkeit nennen die Experten zwar, halten sie aber für insgesamt unwahrscheinlich. Mehr noch: Die Forscher betonen, dass das Phosphan in den Venuswolken mitnichten als Beweis für Leben taugt.
    Tagesschau: Dabei kamen die Wissenschaftler zu einem Aufsehen erregenden Ergebnis. Es gibt […] auf der Venus einen deutlichen Hinweis auf außerirdisches Leben.
  • Spektrum: Dort, in rund 60 Kilometern Höhe […] ist die Luft in den Wolken extrem austrocknend und wegen der allgegenwärtigen Schwefelsäure sehr sauer. Außerirdische Mikroben können dort also nur in exotischen Szenarien überdauern.
    Tagesschau: Doch genau dort, in den hochliegenden Wolkenschichten, könnten sich Lebensformen verbergen. In 50 Kilometer Höhe herrschen nur noch angenehme 30 Grad.
  • Spektrum: Wild zu spekulieren kommt einem Trend in der Venusforschung entgegen: Manche Wissenschaftler bemühen seit Jahren das Narrativ, die Venus könne vor mehr als einer Milliarde Jahre ein lebensfreundlicher Planet mit Ozeanen gewesen sein, der Erde nicht unähnlich.
    Tagesschau: Auch im Darm von Fischen wurde Phosphin gefunden. Und im Kot von Pinguinen.

¹Unfaire Vergleiche und unvollständige Zitate von mir selegiert.

Die Wissenschaftlerin Val Endrada wird beauftragt, sich mit einer Person auseinanderzusetzen, die Tedla heißt und von einem Lichtjahre entfernten Planeten stammt. Nach und nach bekommt sie Tedlas Geschichte erzählt: Tedla wuchs auf dem Planeten Gammadis in einem Hort auf. Kinder gelten auf Gammadis noch nicht als Menschen, bis sich in einem bestimmten Alter entscheidet, ob sie zu einem weiblichen oder männlichen Menschen werden, oder „blands“ – also geschlechtlose Nicht-Menschen – bleiben; letzteres ist, was Tedla passiert. weiterlesen

The long way to a small, angry planet ist eine Space (Soap) Opera, wie ich sie mir immer gewünscht habe, aber die am Ende dann doch ein wenig zu wünschen übrig lässt. Sie spielt auf der Wayfarer, einem Raumschiff, dessen Crew am Ausbau der interstellaren Reise- und Transport-Infrastruktur beteiligt ist. Ihr bis dato größter Auftrag schickt sie auf eine lange Reise zu einer noch nicht angebundenen Region der Galaxis. weiterlesen

In diesem Zeitreise-Spiel versucht man gemeinsam, einen Riss in der Zeitlinie zu flicken. Dazu erkundet man Orte, besteht Würfelproben und löst Rätsel. Ist man dabei zu langsam, wird getötet oder fällt in ein Loch: kein Problem, man kann ja nochmal an den Anfangszeitpunkt reisen. Dann heißt es wieder erkunden, würfeln, rätseln – nur eine Spur uninteressanter. Und so weiter! weiterlesen

In diesem Klassiker von 1964 erzählt Brian Aldiss von einem postapokalyptischen Groß-Britannien, in dem die Menschen immer älter werden und keine neuen mehr nachkommen. Die wenigen Überlebenden werden nicht nur von wilden Wieselhorden geplagt, sondern auch von zunehmender Demenz und übergeschnapptem Fanatismus. Protagonist Greybeard schleppt sich gebrechlich und verwirrt durch diesen Roman. weiterlesen

Abgesehen davon, dass es eine (rudimentäre) Grafik gibt, fühlt sich Heaven’s Vault absolut an wie ein Textadventure, und zwar im besten Sinne: Es gibt Unmengen an exzellenten Dialogen, eine einnehmende Geschichte, und vor allem eine geniale und sorgfältig ausgearbeitete Rätselmechanik, von der man nicht genug kriegen kann. weiterlesen

Videobeschreibung:

„These animations show cellular biology on the molecular scale. […] All animations are scientifically accurate and derived from molecular biology and crystallography research.“

Kommentare aus dem Penny-Arcade-Forum, in dem ich es gefunden habe:

„these processes are a lot more wiggly and floppy than I envisioned them
the squishy splorpy sound effects are a bit hilarious“

„that’s what she said“

Der „mysteriöse Blob“ aus dem Pariser Zoo ist momentan in allen Medien präsent, hier meine Lieblingsauszüge:

Herkunft:

  • „Blobs are normally found on forest floors in Europe“³
  • „a Texas woman discovered a rapidly-expanding yellow blob growing in her backyard“³

Fähigkeiten:

  • „can move without legs or wings“²
  • „When separated from oatmeal, the Blob’s favorite snack, the slime mold learned to cross a bridge filled with a bad-tasting chemical“⁴
  • „You can even put it in the microwave for a few minutes“¹
  • „Just add a few drops of water, and „voila!“ the blob comes to life again“¹
  • „Blobs of any size can be created, there is no known limit“¹
  • „can solve mazes, help make music“⁴

Rezeption:

  • „It is not pretty, unless you like yellow“⁴
  • „People complain that the yellow blob looks like dog vomit“⁴
  • „sloth-like propulsion does not make it an obvious crowd-puller“¹
  • „Visitors to the exhibit should try to place themselves in the mold’s metaphorical shoes. They should try to become a slime mould. They should try to imagine what does Physarum ‚think‘, what dreams Physarum sees when it sleeps […] They might try to invent a joke which sounds funny from the slime mould’s point of view.“⁴

Quellen: 1, 2, 3, 4