2 Kommentare

„Wie geht’s eigentlich B’Elanna?“
Recap bis / Abgeschaltete Sicherheitsprotokolle ab 26:39

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Extreme Risk @ Memory Alpha

Shownotes

Kommentare

  1. Hi Marta & Kuba!

    Vielleicht hatte die Voyager ursprünglich einen Counselor, aber er/sie starb im Pilotfilm zusammen mit der Hälfte der Besatzung. Kuba, du meinst im Fazit, so eine ähnliche Story bei Star Trek schon mal in besserer Form gesehen zu haben. Ich musste spontan an die DS9-Folge „Hard Time / Strafzyklen“ denken, in der O’Brien die Erinnerung an eine 20 Jahre lange Gefängnisstrafe ins Gehirn eingepflanzt bekommt. Das ist auch eine Einzelepisode, aber sie hat mich viel mehr gepackt als „Extreme Risk / Extreme Risiken“. Das liegt auch am fehlenden B-Plot. In der besprochenen Episode ist B’Elannas Depression und ihr Umgang damit eine ernste Story. Der Delta-Flyer-Plot ist aber heiter, er stellt Tom als Abenteuerer dar, lässt ihn an seinem Hobby arbeiten und bringt am Ende auch die Lösung für B’Elannas Probleme. Bei O’Brien bezieht sich alles viel stärker auf ihn, man sieht seine Zeit im Gefängnis, seine Schwierigkeiten bei der Wiedereingliederung in die Gesellschaft und den Mitgefangenen, der meiner Meinung nach eine Art Resozialisierungsprogramm darstellt. Erst als O’Brien beginnt, über ihn zu sprechen, kann er seine Erinnerungen verarbeiten und lernen damit umzugehen. Der Delta-Flyer hat für B’Elanna zwar eine ähnliche Funktion, aber er war nicht ihre Idee und sie hatte zuerst ja auch wenig Interesse an diesem Projekt. Ich hätte es bevorzugt, wenn B’Elanna und Chakotay zusammen eine Lösung für sie erarbeitet hätten und der Flug mit dem Delta-Flyer dann ein Abschluss gewesen wäre, in dem sie ihr neu gewonnenes Selbstvertrauen einsetzen kann.

    Mit dem Delta-Flyer selbst habe ich ein Problem. Ja, es kann sein, dass Janeway ihre Leute (besonders Tom) mit Projekten beschäftigen möchte und das ist bestimmt auch sinnvoll, um die Routine an Bord aufzulockern. Dafür gibt es in meinen Augen jedoch bessere Methoden und auch wichtigere Themen, die sie bearbeiten könnten. Die Crew befindet sich im Delta-Quadranten in einer besonderen Situation, weil sie im Gegensatz zur Enterprise-D oder DS9 kein neues Personal vom Starfleet-HQ anfordern oder für Reparaturen eine Raumbasis anfliegen können. Darum wäre es doch nützlich, wenn sich jeder an Bord so gut wie möglich mit dem Raumschiff und seinen Systemen auskennen und im Notfall verschiedene Aufgaben übernehmen würde. Bei Tom sehen wir das schon: In der 1. Staffel wurde er als Hilfskraft auf der Krankenstation eingesetzt. Anschließend übernahm Kes diesen Posten. Nach ihrem Abschied müsste die Stelle eigentlich vakant sein, das wird aber nie wieder erwähnt. Der Holodoc ist auf der Krankenstation seit geraumer Zeit allein und niemand hat damit ein Problem. Ich finde, sie müssten ihm ein weiteres Hologramm als Assistenten oder Aushilfe zur Verfügung stellen. Die 8. Folge dieser Staffel heißt „Nothing Human / Inhumane Praktiken“ und ich werde da nochmal auf dieses Thema eingehen. Tom kommt mir allgemein wie ein Tausendsassa vor. Er ist Top-Pilot, kennt sich perfekt mit Antriebssystemen und Navigation aus, designt ein komplett neues Raumschiff, führt Berechnungen und Simulationen durch, erstellt in seiner Freizeit Holodeck-Programme etc. Wieso können B’Elenna, Seven, Harry, Chakotay oder Tuvok keinen Piloten-Kurs absolvieren, um die Voyager in einem Notfall steuern zu können? Sie sind bestimmt alle in der Lage, ein Shuttle zu fliegen, darum sehe ich hier keine prinzipiellen Hürden. Es liegt wohl hauptsächlich an der Ausbildung und Erfahrung, die man als Pilot sammelt. Tuvok könnte sein Wissen als Sicherheitschef an den Rest der Crew weitergeben, B’Elanna könnte Ingenieurkurse veranstalten usw. Eigentlich sollte es ein Schulungs- und Weiterbildungsprogramm für die ganze Besatzung geben! Sie müssen ja nicht alles wissen und verstehen, was es auf den jeweiligen Gebieten gibt (z.B. Antriebssysteme), aber sie sollten ihr Schiff am Laufen halten können.

    Irgendwie habe ich in der Serie das Gefühl, dass sich die Crew oft mit nebensächlichen Themen befasst anstatt die (überlebens)wichtigen Dinge anzupacken. Die Idee, das TNG-Prinzip in ein nicht-TNG-Szenario zu verfrachten, war eine merkwürdige Entscheidung, die im Verlauf der Serie immer mehr Probleme verursacht. Beim Thema „Delta-Quadrant-Spezies sind zum Einschlafen“ bin ich voll auf eurer Seite! Auch das ist ein Resultat dieses Ansatzes, der einfach nicht funktioniert.

    MfG

    Michael

    1. Jau, Delta-Flyer-Pop und B’Elanna-Drama clasht schon ziemlich.

      > Der Holodoc ist auf der Krankenstation seit geraumer Zeit allein und niemand hat damit ein Problem.

      …außer ihm selbst, aber auf die Weise, die sich eher in Neurosen und… Experimenten äußert :)

      Mmmh, ein Weiterbildungsprogramm auf der Voyager. VHS-Kurse! Dann würde Neelix vielleicht auch nicht unbedingt zur Sicherheit gehen.
      Und Tom nicht auf die Krankenstation. Wurde eigentlich jemals jemand nicht fehl-um-besetzt? Ist die Verlockung des Konflikt/Humorpotentials zu groß?

      Zu Counselor: wollte schon sagen, ja, richtig, jetzt erinnere ich mich, aber, laut MA:
      „The USS Voyager was not originally assigned a counselor, as the nature of its mission didn’t require one.“ Und daran wollten die wohl noch 70 Jahre festhalten :)

      Danke wie immer für den ausführlichen Kommentar!

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