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„Wie bitte, die Hologramme haben ein Bewusstsein entwickelt?!“

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Flesh and Blood @ Memory Alpha

Kommentare

  1. Hallo Marta, Hallo Kuba!

    Ich kann euch bei der Diskussion zu „Fleisch und Blut“ wieder nur voll und ganz zustimmen. Als ich mir die Serie zum ersten Mal anschaute, kannte ich schon DS9. Darum wartete ich in Staffel 7 sehnsüchtig auf einen Story Arc, der die Heimreise erklärt… und wartete… und wartete… und wartete, aber es kam keiner. Stattdessen gab es diese richtig schlechte Story über aufständische Hologramme. Janeway darf sich ausnahmsweise mal 90 Minuten lang über ihre Entscheidung in „Das Tötungsspiel“ Gedanken machen und sie hinterfragen, aber zum Schluss ist alles wieder OK. Dass sie den ganzen Schlamassel verursacht hat, obwohl ihr Ziel eigentlich darin bestand, keine Technologie an die Völker des Delta-Quadranten weiterzugeben, wird nicht weiter diskutiert. Es bildet außerdem beinahe den Abschluss der Hologramm-Story und wenn ich bedenke, mit wie viel Potential der Holodoc schon im Pilotfilm als erster holografischer Hauptcharakter etabliert wurde, ist es eine herbe Enttäuschung. Wie so oft in VOYAGER stelle ich fest, wie viele Möglichkeiten hier vergeudet wurden. Die Star Trek-Autoren nehmen sich gern großer ethischer Themen an, aber nicht selten verheben sie sich dabei und dann kommt so etwas heraus.

    Ich finde, dieser Zweiteiler ist nur eine aufgewärmte Version der Moriarty-Story in TNG, aber auf einem größeren Maßstab, mit besseren Effekten und mehr Action. Moriarty wurde auch schon als holografischer Gegenspieler erzeugt und geriet außer Kontrolle. Er besaß ein Bewusstsein und war empfindungsfähig. Vielleicht haben die Hirogen ihre „Beute“-Hologramme genauso blauäugig erzeugt wie Geordi damals Moriarty erzeugte, nach dem Motto: „Computer, kreiere eine Beute, die unseren besten Jägern ebenbürtig ist!“ Den Umgang mit ihm finde ich im Rückblick zwar fragwürdig, aber trotzdem sind die Folgen unterhaltsam. Man kann sich ja schon fragen, wieso der Enterprise-Computer ein Wesen erschaffen kann, das sich seiner selbst bewusst ist. Es ist ein nettes Gedankenspiel und taugt für ein, zwei Episoden. Moriarty wurde erstmal jahrelang im Speicher „eingemottet“ und danach wieder hervorgekramt. „Fleisch und Blut“ versucht diese Geschichte auf 90 Minuten auszudehnen, wählt dafür aber den falschen Ansatz. Die Moriarty-Folgen sind spannend, aber es sind keine actiongeladenen Folgen. Moriarty ist ein Bösewicht, aber es ist ein intelligenter Bösewicht. Er arbeitet mit Tricks und Täuschungsmanövern. Er setzt die Technik der Enterprise gegen ihre Crew ein, anstatt wild mit einem Phasergewehr rumzuballern. Das hätte ich von den intelligenten Hologrammen in VOY auch erwartet. Sie sind zwar Hologramme, aber die besonderen Eigenschaften der Hologramme spielen bei ihnen irgendwie keine Rolle. Sie könnten sich z.B. als Hirogen tarnen und damit ihre Feinde gegeneinander ausspielen. Der Holodoc nahm schließlich auch mal die Identitäten seiner organischen Kollegen an, um eine „Mission“ zu erfüllen. Diese Idee hätten die Autoren hier aufgreifen können.

    Es tut mir wirklich leid, dass ich so viel an VOYAGER zu kritisieren habe, weil ich die Prämisse wirklich gut und „trekkig“ finde. Es wird nur leider oft nichts draus gemacht, das ärgert mich als Zuschauer und Fan.

    LL&P
    Michael

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